Jetzt kommt auch Spanisch vor

Es handle sich nicht nur um eine moderne Fremdsprache, sondern auch um eine Weltsprache, die in mehr als 20 Ländern gesprochen werde, sagt Lehrerin Jessika Bogs und meint damit Spanisch: Wer sie beherrsche, könne im Berufsleben punkten und sein ganzes Leben lang davon profitieren. Ab dem kommenden Schuljahr wird Bogs sie am Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium unterrichten. Mit der Einführung von Spanisch erfülle man einen Wunsch, der von Schülern und Eltern immer wieder geäußert worden sei, erzählt Lehrer Dietmar Otto, der die Abteilung Sprachen leitet. Zugleich sollen damit die Wahlmöglichkeiten verbessert werden. Denn bislang mussten die Schüler sich in der sechsten Klasse entscheiden, ob sie ab der siebten Klasse Französisch oder Latein lernen wollen. Fiel ihre Wahl auf Französisch, mussten sie ab der neunten Klasse automatisch das Fach Naturwissenschaft und Technik (NwT) belegen und konnten keine dritte Fremdsprache mehr wählen. Mit der Einführung von Spanisch wird das Angebot künftig deutlich breiter: Wer in der sechsten Klasse Französisch gewählt hat, muss dann nicht mehr automatisch NwT belegen, sondern kann sich auch für Spanisch oder Informatik-Mathematik-Physik (IMP) entscheiden.

Ein Konzept, das auch von den Lehrern begrüßt wird: Klar und deutlich hat sich die Gesamtlehrerkonferenz für die Einführung von Spanisch ausgesprochen. Die Schulkonferenz stellte einen Antrag beim Schulträger, der wiederum an das Regierungspräsidium herantrat. Von dort kam Ende Januar der positive Bescheid. „Da haben wir uns natürlich sehr gefreut“, erzählt Otto. Maßgeblich um die Einführung des neuen Fachs kümmern wird sich Lehrerin Jessika Bogs, die in Venezuela geboren und im Alter von drei Jahren nach Deutschland gekommen ist. Sie hat in Neuerer deutscher Literatur promoviert, in Mexiko Deutsch als Fremdsprache unterrichtet und dort die Außenstelle einer deutschen Schule geleitet. „Da habe ich unglaublich viel mitgenommen.“ Am Königsbacher Gymnasium bereitet Bogs die Einführung von Spanisch inhaltlich, didaktisch und pädagogisch vor. Zudem versucht sie, die Werbetrommel zu rühren. Etwa, indem sie Schnupperstunden in den achten Klassen, eine Präsentation für die Eltern und die Möglichkeit für Rückfragen anbietet. Eine Handvoll Schüler würde reichen, um das Fach starten zu können. Bogs rechnet aber mit deutlich mehr und berichtet von einem großen Interesse. Was nicht zuletzt daran liege, dass Spanisch unter Jugendlichen sehr beliebt sei – auch, weil viele Musiker in dieser Sprache singen.

Im Unterricht will Bogs anwendungs- und kommunikationsbezogen arbeiten, interkulturelle Kompetenz stärken, spielerisch und mit Nachahmung mentale Netze aufbauen. Sie will einen offenen Unterricht gestalten, ihn auf den Alltag der Schüler beziehen und „die echte Welt ins Klassenzimmer holen“. Dabei sollen auch Rollenspiele, Filme und Musik helfen. Geplant ist zudem, eine Schulpartnerschaft mit Spanien zu organisieren, um Schüleraustausche zu ermöglichen. Eine reine Spaß-Veranstaltung wird das Ganze aber nicht: Noten werden verteilt und Klassenarbeiten geschrieben. Weil es sich um ein Hauptfach handelt, wird Spanisch vier Stunden pro Klasse und Woche unterrichtet. Bogs rechnet damit, dass die meisten Schüler schon nach dem Ende des ersten Schuljahrs fließend Spanisch sprechen können: „Es ist beeindruckend, wie schnell die Schüler in der dritten Fremdprachre Fortschritte machen.“ Das führt sie auch darauf zurück, dass Spanisch genauso wie Französisch und Latein eine romanische Sprache ist. – Nico Roller

Informationen zur Anmeldung am LMG

Liebe Eltern von Viertklässlerinnen und Viertklässlern,
liebe Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen,

in diesem Jahr sind die Schulen gebeten worden, keine Tage der offenen Tür oder Ähnliches zu veranstalten, so dass auch wir unsere Informationsveranstaltung, die eigentlich für den 10.2.2022 geplant war, nicht durchführen. Bitte informieren Sie sich gerne auf unserer Homepage allgemein über das LMG. Anmeldeunterlagen und viele weitere Informationen finden Sie hier auf einer eigenen Seite unserer Homepage.

Wir freuen uns auf Ihre Kinder, wenn Sie sich für das LMG entscheiden, und ich bin überzeugt, dass Ihre Kinder sich bei uns wohlfühlen werden!

Mit freundlichen Grüßen
Hartmut Westje-Bachmann
Schulleiter

 

-> Zu den Anmeldeunterlagen und Informationen.

Und hier ist schon einmal der Begrüßungsfilm für die Viertklässlerinnen und Viertklässler:

Frisch, kostenlos und gesund

Auf Knopfdruck: Schülersprecherin Lara Bauch probiert den Wasserspender aus, über den sich auch die Schulleiter Dieter König und Hartmut Westje-Bachmann (von links) freuen. (rol)
Hingehen, Flasche unterstellen und jederzeit kostenlos und in unbegrenzter Menge ein gesundes Getränk bekommen: Am Königsbacher Bildungszentrum geht das. Ab dem neuen Schuljahr gibt es dort für Gymnasiasten und Realschüler einen professionellen Wasserspender, den der Schulverband und die Stadtwerke Bretten installiert haben. Er steht im Untergeschoss direkt neben der Bäckertheke des Gymnasiums und liefert auf Knopfdruck an drei Auslassstellen kostenlos gekühltes Wasser: wahlweise still oder sprudelnd. Der Wasserspender ist an das Leitungsnetz angeschlossen und erfüllt hohe hygienische Ansprüche, weil er ursprünglich für den Einsatz in Krankenhäusern entworfen worden ist. Für sauberes Wasser sorgen unter anderem ein Aktivkohlefilter und ein nachgelagerter Hohlfasermembranfilter. Der Auslaufhahn ist nicht nur hydrophob, sondern auch antimikrobiell beschichtet.

Ein Modell, mit dem die Stadtwerke Bretten bisher nur gute Erfahrungen gemacht haben. Geschäftsführer Stefan Kleck erklärt, in Bretten habe man bereits in allen weiterführenden Schulen Wasserspender aufgestellt und die Schüler hätten sie sofort angenommen. „Es gibt wirklich nichts Besseres.“ Einer Spende der Stadtwerke sei Dank, erhalten in Königsbach nach und nach alle Schüler des Gymnasiums und der Realschule kostenlos eine Trinkflasche. Sie ist robust, enthält keine Weichmacher und entspricht allen lebensmittelrechtlichen Ansprüchen. Sauber gemacht werden kann sie bei 60 Grad Celcius in einer handelsüblichen Spülmaschine. Am Gymnasium sorgt künftig der Förderverein dafür, dass auch in den kommenden Jahren alle neuen Fünftklässler eine Flasche erhalten. „Das ist ein Projekt, von dem alle profitieren können“, betont die stellvertretende Vereinsvorsitzende Dominique Schünhof. Alle Beteiligten sind sich einig, wie wichtig es ist, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Sie hoffen, dass der Wasserspender rege genutzt wird. Die Chancen dafür stehen jedenfalls gut: Viele Schüler hätten schon gefragt, wann er endlich in Betrieb gehen, erzählt Lara Bauch, Schülersprecherin am Gymnasium. – Nico Roller

Container schaffen mehr Platz

Fleißig wurde in den vergangenen Wochen im Außenbereich des Königsbacher Bildungszentrums gearbeitet. In Rekordzeit sind auf der Wiese vor der Sporthalle zwölf Container mit einer Gesamtfläche von rund 500 Quadratmetern errichtet worden. Sie sind notwendig, um den zusätzlichen Raumbedarf zu decken, der am Lise-Meitner-Gymnasium auch durch die Einführung des neunjährigen Gymnasiums (G9) entstanden ist. Wobei das Wort „Container“ eigentlich nicht angemessen ist, um das Bauwerk zu beschreiben. Denn das Ganze sieht mit seiner weißen Fassade und der großen Fensterfront eher aus wie ein Fertighaus. Deshalb spricht Schulverbandsvorsitzender Heiko Genthner (parteilos) auch von Modulbauweise und betont: Zum Einsatz gekommen seien qualitativ hochwertige Bauteile. Er spricht von einem „ganz engen Zeitplan“, der vor allem deshalb habe eingehalten werden können, weil alle Beteiligten hervorragend zusammengearbeitet hätten.

Errichtet wurden sechs Klassenzimmer, alle in Standardgröße und damit von den Dimensionen her in etwa so, wie es sie auch im Hauptgebäude gibt. Der Modulbau wird umweltfreundlich mit LEDs beleuchtet, besitzt Rauchmelder, eine Fluchtwegbeschilderung, eine Lautsprecher- und Brandmeldeanlage. Die Klassenzimmer sind mit einer Tafel, einem Beamer, einer Dokumentenkamera, einem Internetanschluss, einem Computer und einer Schnittstelle für Tablets ausgestattet. Ab dem 13. Juli sind die Module angeliefert worden, nachdem die Gründungsarbeiten abgeschlossen waren. Diese waren notwendig, um ein sicheres Fundament und die Anschlüsse für die Gebäudetechnik herzustellen. Denn im Modulbau gibt es Strom, fließendes Wasser und Breitband. Die Außenfassade wurde isoliert und verputzt. Hergestellt wurde ein Vollwärmeschutz, der zusammen mit Heizung und Klimaanlage dafür sorgt, dass die Innentemperatur im heißen Sommer genauso akzeptabel ist wie im kalten Winter. Der Kaufpreis für den Modulbau lag bei rund 1,2 Millionen Euro.

Er soll so lange stehen bleiben, bis er nicht mehr benötigt wird. Das dürfte dann der Fall sein, wenn der Erweiterungsbau in Betrieb geht, der neue naturwissenschaftliche Fachräume beherbergen soll. An diesem hält man laut Genthner im Schulverband nach wie vor fest. „Der Bedarf ist unbestritten.“ Dass bis dahin nun übergangsweise normale Klassenzimmer in Modulbauweise errichtet wurden, hängt in erster Linie damit zusammen, dass wegen der Einführung von G9 der Raumbedarf gestiegen ist. Bisher haben die Schüler nur acht Jahre an der Schule verbracht, jetzt sind es neun. Eine neue, vorher nicht vorhandene Klassenstufe kommt also dauerhaft hinzu. Die Umstellung von G8 auf G9 hat auch dazu geführt, dass es dieses Jahr am Königsbacher Gymnasium kein Abitur gegeben hat, während gleichzeitig am Dienstag vier neue fünfte Klassen mit insgesamt rund 120 Kindern eingeschult werden. Doch G9 ist nicht der einzige Grund für die Raumknappheit. Die hat es auch vorher schon gegeben, nur eben nicht ganz so deutlich. Vor allem im Bereich der Naturwissenschaften waren laut Direktor Hartmut Westje-Bachmann die Fachräume schon immer knapp, was auch dazu geführt hat, dass Fachunterricht notgedrungen in normalen Klassenzimmern erteilt wurde. „Wir mussten nutzen, was gerade frei war.“

Die Einführung von G9 hält er für richtig. Auch, weil die Schüler so die Möglichkeit hätten, nachmittags einer anderen Beschäftigung nachzugehen, etwa in Vereinen oder Musikschulen. Denn Nachmittagsunterricht gibt es bis Klasse sieben nicht und in Klasse acht nur einmal in einem der beiden Halbjahre. Hinzukommt, dass die Lehrer mehr Zeit für den Stoff haben. „Die Nachfrage ist riesig“, sagt nicht nur Westje-Bachmann, sondern auch die Statistik: Bei der Anmeldung können die Eltern weiterhin zwischen G8 und G9 wählen. Dennoch hat es seit 2015 in einem Jahr nie mehr als zwei Interessierte für G8 gegeben – und damit deutlich zu wenig, um eine Klasse zu starten. Die Schule nimmt regelmäßig Umfragen unter den Eltern vor. 2018 haben 82 von 84 angegeben, sie würden ihr Kind wieder für G9 anmelden. – Nico Roller

Viel Geld für eine gute Ausstattung

Freudiger Anlass: Tobias Pacher (Zweiter von links) übergibt die Fördergelder symbolisch an Direktor Hartmut Westje-Bachmann und die Lehrerinnen Melanie Kiesel und Diana Sperling (von links). (rol)

Neugierde soll er wecken, Spaß machen und Zusammenhänge anschaulich erklären: Für einen noch praxisorientierteren Chemie-Unterricht erhält das Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium vom Fonds der Chemischen Industrie eine Förderung von 2.500 Euro. „Die Fördergelder sind hier in den richtigen Händen“, sagt Tobias Pacher. Er ist zuständig für den Dialog Schule – Chemie der Verbände der Chemie- und Pharma-Industrie in Baden-Württemberg und lobt das Königsbacher Gymnasium als „eine richtig engagierte Schule“. Pacher erklärt, mit der Förderung wolle man bei jungen Menschen früh das Interesse an Chemie und Technik wecken und die naturwissenschaftliche Grundbildung fördern. Nebenbei gehe es darum, Werbung für die vielfältigen beruflichen Perspektiven in einer Branche zu machen, die gerade in Baden-Württemberg sehr heterogen sei.

Am Königsbacher Gymnasium will man die Förderung vom Fonds der Chemischen Industrie nutzen, um Standzylinder, Glasgeräte, eine UV-Lampe und einen Leitfähigkeitsprüfer anzuschaffen, zudem einen Gaschromatographen: ein Gerät, mit dem es möglich ist, in einem Gasgemisch die verschiedenen Bestandteile zu ermitteln. Zudem will sich die Schule eine sogenannte „Rauschbrille“ besorgen: Wer sie aufsetzt, sieht die Welt so, wie sie ein Betrunkener wahrnehmen würde. „Eine gute Ausstattung bildet zusammen mit motivierten Lehrkräften den Grundstein für eine gute Ausbildung“, erklärt Direktor Hartmut Westje-Bachmann. Der Direktor freut sich über die Unterstützung vom Fonds der Chemischen Industrie. Und er verweist auf die vielfältigen Angebote, die man den Schülern am Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium macht. Dort spielen die Naturwissenschaften neben anderen Disziplinen schon immer eine große Rolle. Erst im Herbst wurde die Schule zum vierten Mal in Folge als MINT-freundlich ausgezeichnet. Seit vorigem Schuljahr gibt es das Fach Informatik-Mathematik-Physik (IMP), das zusammen mit dem bereits an der Schule existierenden Fach Naturwissenschaft und Technik (NwT) zur Stärkung des naturwissenschaftlichen Profils dienen soll. – Nico Roller

Aufwertung mit Ahorn

Aufwertung des Schulhofs: Über die neuen Bäume freuen sich neben Schülern, Lehrern, Vertretern des Fördervereins und der Gartenbaufirma auch Konrektor Marc Rudolf (Dritter von links) und Samantha Wendel (Vierte von links) von der VR Bank Enz plus. (rol)

Nicht nur Schatten sollen sie künftig spenden, sondern auch optisch eine Aufwertung bieten: Vier neue Bäume stehen seit kurzem auf den Schulhof des Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasiums. Möglich wurde das durch eine Spende der VR Bank Enz plus über 2.500 Euro und durch die Unterstützung des Fördervereins. Die Initiative ging von der Umweltgruppe der Schülermitverantwortung (SMV) aus. „Wir hatten schon länger den Plan, neue Bäume auf dem Schulhof zu pflanzen“, erzählen die Schülerinnen Victoria und Johanna Schünhof. Schließlich seien dort in den vergangenen Jahren einige gefällt worden. Die beiden Schülerinnen nahmen das Heft in die Hand und Kontakt zu Martin Schöner auf. Er ist Mitglied im Vorstand der VR Bank Enz plus und war von der Idee sofort begeistert. Bei einer Videokonferenz wurden die Details besprochen. „Das hat alles ganz schnell geklappt“, erinnert sich Victoria. Als es um die konkreten Planungen ging, wurden die Schüler von Konrektor Marc Rudolf und von Lehrerin Catrin Eppinger unterstützt. Beim genauen Pflanzort suchte man Rat bei Gebäudetechniker Benjamin Birke.

Anfang März kamen die Bäume auf den Schulhof: zwei Feldahorn und zwei Rot-Ahorn. Stressresistent und wenig anfällig für Schädlinge, Mehltau und Trockenheit sollen sie sein, zudem Kohlenstoffdioxid fixieren und damit der Klimaerwärmung entgegenwirken. Und nicht zuletzt passen sie perfekt zum Motto des vergangenen Schuljahrs: „Wir sorgen für ein gutes Klima in unseren Klassen, in unserer Schule und darüber hinaus.“ Wenn es nach der Schule geht, dürfen in den kommenden Jahren weitere Bäume gepflanzt werden. „Wir haben hier ein großes Kapital mit unserem weitläufigen Freigelände, auf dem wir unseren Schülern wirklich etwas bieten können“, sagt Direktor Hartmut Westje-Bachmann. Und Martin Schöner von der VR Bank Enz plus lobt die Initiative der Schüler: „Es ist toll, dass sich die junge Generation so engagiert.“ Schon lange spendet die Bank jedes Jahr an den Förderverein der Schule und hat damit in der Vergangenheit immer wieder wegweisende Projekte möglich gemacht. – Nico Roller

Onlineplattform Padlet der Schulsozialarbeit am Bildungszentrum in Königsbach

Liebe Eltern und liebe Schüler*innen,
vielleicht haben Sie/habt Ihr es schon der Presse entnommen: Ganz neu finden Sie/findet Ihr aktuelle Informationen, Aktionen und Veranstaltungen rund um unsere Arbeit und die Angebote der Schulsozialarbeit auf unserer „digitalen Pinnwand“, dem Padlet. Die eine oder andere Anregung fürs Homeschooling ist auch dabei…
Unter folgendem Link oder durch Scannen des QR-Codes gelangen Sie/gelangt Ihr zu unserer Seite.

https://de.padlet.com/schulsozialarbeit_bzk/BZK_Koenigsbach

Eine Registrierung oder Anmeldung ist dazu nicht notwendig.
Wir wünschen Euch und Ihnen viel Spaß beim Stöbern!
Eure Schulsozialarbeiterinnen am BZK
Lea Pfrommer und Cynthia Chenevoy

Oft reicht das Zuhören

Immer ansprechbar: Die Schulsozialarbeiterinnen Lea Pfrommer (links) und Cynthia Chenevoy sind auch im Lockdown für die Schüler des Königsbacher Bildungszentrums da: digital, telefonisch und bei Bedarf auch persönlich. (rol)

Den Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen zu halten, ist momentan alles andere als einfach für Lea Pfrommer und Cynthia Chenevoy: Die Schulen sind zu, die Schüler zu Hause und der Unterricht zu großen Teilen in den digitalen Raum verlegt worden. Trotzdem geben Pfrommer und Chenevoy nicht auf. Als Schulsozialarbeiterinnen kümmern sich die beiden am Königsbacher Bildungszentrum auch in der Krise um die mehr als 1.000 Kinder und Jugendlichen, die die Willy-Brandt-Realschule und das Lise-Meitner-Gymnasium besuchen. „Gerade jetzt ist es wichtig, dass die Kids wissen: Es gibt eine Anlaufstelle“, sagt Chenevoy, die erst seit Anfang Oktober in Königsbach ist und dort als Schulsozialarbeiterin die Nachfolge von Verena Gläser angetreten hat. Ihre Kollegin Lea Pfrommer kam zwei Monate später dazu. Sich bei Schülern, Eltern und Lehrern vorzustellen, war für beide eine große Herausforderung: Besuche in den Klassen sind nur eingeschränkt möglich, Lehrerkonferenzen finden online statt. Willkommen fühlen sie sich trotzdem: „Man wird von allen mit einem Lächeln begrüßt“, sagt Pfrommer und lobt den großen Stellenwert, den die Schulsozialarbeit am Königsbacher Bildungszentrum einnimmt. „Hier habe ich bis jetzt nur positive Erfahrungen gemacht.“

Von Anfang an seien Schüler, Eltern und auch einige Lehrer zu ihr und ihrer Kollegin gekommen. Die Inhalte der mit ihnen geführten Gespräche behandeln sie vertraulich. „Wir unterliegen der Schweigepflicht und wollen den Schülern einen geschützten Raum bieten“, erklärt Chenevoy: „Wir reden die Probleme nicht klein, sondern bestärken die Schüler und unterstützen sie.“ Jeder Jugendliche wird ernstgenommen, ganz individuell. „Oft reicht es den Kindern, wenn da jemand Neutrales ist, der ihnen einfach zuhört.“ Auf das Wort „neutral“ legen die beiden großen Wert: „Wir bewerten nicht, machen keine Noten, verhängen keine Strafen“, erklärt Chenevoy: „Ich möchte den Kindern helfen, eine eigene Lösung zu finden.“ Aber dazu muss das Kind erst einmal den Weg zu den Schulsozialarbeiterinnen finden. „Es gibt welche, die spazieren ganz locker hier rein“, erzählt Pfrommer: „Aber es gibt auch einige, die sich nicht her trauen.“ Oft stellen dann Eltern oder Lehrer den Kontakt her. Und oft hilft dann auch Loki, der Hund von Chenevoy. Der Border Collie Mischling ist zwei Jahre alt und wird derzeit zum pädagogischen Begleithund ausgebildet. „Gerade bei schüchternen Kindern kann man über den Hund einen Zugang finden“, erklärt Chenevoy: „Es gibt Kinder, die gehen empathisch ganz anders auf Tiere ein als auf andere Menschen.“

Momentan kommen vor allem Fünft- und Sechstklässler zu den Schulsozialarbeiterinnen – was auch daran liegen könnte, dass ihr Büro von deren Klassenzimmern umgeben ist und die Kontaktaufnahme zu den übrigen Klassenstufen wegen Corona bislang schwierig war. Wie sich die aktuelle Situation auf die Kinder und Jugendlichen auswirkt, können Pfrommer und Chenevoy nicht sagen – und schon gar nicht prophezeien. Sie glauben aber, dass der Bedarf in Zukunft zunehmen könnte, auch wegen fehlender sozialer Kontakte zu Gleichaltrigen und einem stark eingeschränkten Freizeitangebot. Um den Kontakt zu den Jugendlichen zu halten, haben die beiden Schulsozialarbeiterinnen vor kurzem einen eigenen Auftritt beim sozialen Netzwerk „Instagram“ eingerichtet, über den sie Informationen streuen. Gespräche führen sie über das Telefon oder per Videochat. Weil beide vom Verein „miteinanderleben“ kommen, haben sie die Möglichkeit, sich mit anderen Sozialarbeitern aus der Region auszutauschen und abzustimmen. Beide sind überzeugt: „Es ist unglaublich wichtig, dass die Kids nach wie vor einen Ansprechpartner haben.“ Deswegen bieten sie trotz Lockdown auch persönliche Gespräche an. Denn über manche Dinge lässt sich von Angesicht zu Angesicht eben leichter reden. – Nico Roller

Engagement über Lehrplan hinaus

Wichtige Auszeichnung: Lehrer Roland Wittye (links) und Direktor Hartmut Westje-Bachmann halten Urkunde und Siegel in den Händen. Im Hintergrund: Schüler des neuen Fachs IMP.

Vier Sterne prangen auf der Urkunde und zeigen an: Das Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium ist bereits zum vierten Mal in Folge als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet worden – und zwar wegen seines herausragenden Engagements in den Naturwissenschaften, in Mathematik, Informatik und Technik. Ein Engagement, das deutlich über den Bildungsplan hinausgeht. Fragt man den MINT-Beauftragten Roland Wittye, was sich hinter diesem Engagement konkret verbirgt, dann kann er eine ganze Liste von Aktivitäten, Projekten und Wettbewerben aufzählen: Unter anderem nimmt das Lise-Meitner-Gymnasium an der Schüleringenieurakademie Pforzheim teil, es ist Stützpunktschule für Molekularbiologie und bietet einige Arbeitsgemeinschaften mit naturwissenschaftlich-technischem Bezug an, etwa die Technik-AG oder Text- und Grafiklayout-AG.

Seit vorigem Schuljahr gibt es am Königsbacher Gymnasium das Fach Informatik-Mathematik-Physik, kurz IMP. Zusammen mit dem bereits an der Schule existierenden Fach Naturwissenschaft und Technik (NwT) soll es zur Stärkung des naturwissenschaftlichen Profils dienen. Die IMP-Gruppen nehmen geschlossen am Jugendwettbewerb des Bundeswettbewerbs Informatik teil. Und auch sonst ist die Schule bei unzähligen Wettbewerben aktiv. Etwa bei „Chemie im Alltag“, bei „Mathe ohne Grenzen“, bei „Jugend forscht“, beim „Problem des Monats“, beim Landes- und Bundeswettbewerb Mathematik. Beim Informatik-Biber räumten Königsbacher Schüler in den vergangenen Jahren zahlreiche erste, zweite und dritte Preise ab. Erst kürzlich hat eine Königsbacher Schülerin im Finale des Bundeswettbewerbs Künstliche Intelligenz den Publikumspreis gewonnen. Um die Schüler fürs Berufsleben fit zu machen, bietet das Königsbacher Gymnasium zahlreiche Informationsveranstaltungen an. Vor der Corona-Krise gab es zudem regelmäßig Exkursionen, etwa zum Mathe-Labor des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) oder zum Factory Space der Hochschule Pforzheim. Insgesamt wurden in Baden-Württemberg 86 Schulen als MINT-freundlich ausgezeichnet.
– Text und Foto: Nico Roller

Ohne Druck in die Prüfung

In seiner Freizeit spielt Adrian Scheuer gerne Schach. Auch wenn er sich selbst als Hobbyspieler bezeichnet, hat er schon an einigen Turnieren teilgenommen. (rol)

831 von 900 möglichen Punkten hat Adrian Scheuer erreicht – und damit das beste Abitur am Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium. Seine Note: eine glatte Eins. Eine große Sache will der 18-Jährige aber nicht daraus machen und schon gar nicht damit angeben. Dafür ist er viel zu bescheiden. Adrian überlegt genau, bevor er etwas sagt. Ob er viel Zeit in die Abiturvorbereitungen investiert hat? „Eher so durchschnittlich, was den Lernaufwand angeht“, meint Adrian und ergänzt später: Das habe auch daran gelegen, dass er im Unterricht immer mitgearbeitet habe. Den meisten Lernaufwand habe er für Physik betrieben, erklärt der 18-Jährige und fügt diplomatisch hinzu, dass das natürlich nicht bedeute, dass die anderen Fächer zu kurz gekommen wären. Die Corona-Krise hat Adrian bei seinen Vorbereitungen nicht geschadet, weil er sowieso am liebsten für sich lernt. Für das Engagement seiner Lehrer ist er dankbar: Von ihnen habe er Arbeitsaufträge und Zusammenfassungen bekommen, hin und wieder auch kurze, selbstgedrehte Filme und die Möglichkeit zum Videochat.

Adrian hat viel geübt, viele Aufgaben aus den vergangenen Jahren bearbeitet, sich gelegentlich mit seinen Mitschülern ausgetauscht und wenig auswendig gelernt. Auch wenn er zwischenzeitlich an die immer näher kommenden Abiturprüfungen gedacht hat: An den Prüfungstagen selbst war er nicht aufgeregt. Adrian sagt: Druck habe er sich bewusst keinen gemacht – was natürlich nicht ausschließe, einen gewissen Anspruch an die eigene Leistungsfähigkeit zu haben. Was er nach dem Abitur machen will, weiß Adrian schon genau: Mathematik will er studieren und zwar in Karlsruhe am KIT. Ein Fach, für das er sich schon seit seiner Kindheit interessiert. „Ich finde es faszinierend, dass jeder einen Bezug zu Mathematik finden kann, weil sie überall im Leben präsent ist.“ Mathematik könne verblüffend sein, einen zum Staunen und zum immer neuen Nachdenken bringen. Wie es nach dem Studium weitergehen soll, was er dann beruflich machen will, kann Adrian jetzt noch nicht sagen. Zwar hält er eine akademische Laufbahn durchaus für denkbar, aber die endgültige Entscheidung dazu soll nach Abschluss des Studiums fallen, das er im Herbst antreten wird.

Bis es allerdings so weit ist, will der 18-Jährige die ihm bis dahin noch bleibende Freizeit genießen – auch, indem er sich wieder stärker seinen Hobbys widmet. Adrian spielt seit sieben Jahren Bratsche. Ein Instrument, zu dem er durch die am Königsbacher Gymnasium angebotene Streicherklasse gekommen ist und mit dem er hin und wieder als Teil des Sinfonieorchesters der Musikschule westlicher Enzkreis auf der Bühne steht. Aber Adrian kann nicht nur Bratsche spielen, sondern auch Schach. Im Alter von fünf Jahren trat er dem Ersinger Schach-Club bei. „Es lohnt sich, das Spiel auszuprobieren, denn jeder kann es lernen.“ Auf Taktik komme es dabei an, auf vorausschauendes Denken und darauf, den nächsten Zug des Gegners zu erahnen. Auch wenn sich Adrian selbst nur als Hobbyspieler bezeichnet, hat er schon an einigen regionalen Turnieren teilgenommen, etwa an der Nordbadischen Schulschachmeisterschaft oder am Niefern Opening. Im ersten Schulhalbjahr hat er in der Schach-Arbeitsgemeinschaft des Königsbacher Gymnasiums als Betreuer mit jüngeren Schülern trainiert. Adrian sagt: Schach werde für ihn immer ein Hobby bleiben. Auch nach dem Ende seiner Schulzeit will er es spielen: mit Freunden aus dem Schach-Club und über das Internet. – Nico Roller