
„Ich stecke mir einen Knopf ins Ohr und mein Telefon übersetzt“ oder „Und dann kann er noch nicht mal ein Eis auf Französisch bestellen, wenn er in den Urlaub geht“ – mit diesen zugespitzten Bemerkungen wurde in der Vergangenheit wiederholt die Zukunft des Fremdsprachenlernens infrage gestellt. Wenn Technik Verständigung scheinbar mühelos ermöglicht, so die dahinterstehende These, verliere das aufwendige Erlernen einer zweiten Fremdsprache an Bedeutung.
Vor dem Hintergrund solcher Überlegungen gewinnt die Erfahrung eines Schüleraustauschs eine besondere Relevanz. Denn was geschieht, wenn Jugendliche nicht nur „verstehen“, was gesagt wird, sondern sich in einem anderen Land bewegen, in einer fremden Familie leben, ihren Alltag teilen und Beziehungen aufbauen?
Genau diese Erfahrung machten 20 Schüler*innen der 11. Klassen beim Austausch mit dem Lycée Hélène Boucher in Paris – zunächst Anfang Februar als Gastgeberinnen und Gastgeber hier bei uns in Königsbach, einige Wochen später, Ende März, als Gäste in der französischen Metropole.
Die gemeinsame Zeit war intensiv und vielfältig. Dazu zählten unter anderem die im Vorfeld sorgfältig geplanten Unternehmungen wie ein Spaziergang auf dem Baumwipfelpfad in Bad Wildbad, die Besichtigung des Porsche-Museums und der Staatsgalerie in Stuttgart sowie ein Besuch im ZKM in Karlsruhe.
Auch in Paris folgte ein Highlight dem nächsten:
„Während unseres fünftägigen Aufenthalts in Paris haben wir viele bekannte Sehenswürdigkeiten wie die Notre-Dame, den Eiffelturm, den Louvre, das Musée d’Orsay sowie den Triumphbogen besichtigt. Uns hat vor allem der Louvre fasziniert, da selbst nach zwei Stunden noch unglaublich viel unentdeckt geblieben ist.“
Doch der Kern eines solchen Austauschs liegt vielleicht noch etwas tiefer – in den Erfahrungen, die Jugendliche machen, wenn sie ihr gewohntes Umfeld verlassen und sich auf ein anderes Leben einlassen. weiterlesen Wenn Begegnung bildet – Gedanken zum diesjährigen Paris-Austausch 2026








